Einfach erklärt aus Sicht eines Schichtarbeiters
Wie oft hast du schon gehört: „Du musst einfach anfangen?“
Es gibt Tage, an denen fühlt sich jede Form von Entscheidung und Planung absurd an.
Gerade mit einem unregelmäßigen oder chaotischen Alltag wirkt der Satz wie ein gut gemeinter, aber weltfremder Ratschlag.
Und? Was soll ich jetzt damit anfangen? Wie kann ich nun mein Leben verändern?
Ich merke das besonders an Nachtschichten. Ich schlafe zwar zu Hause meist innerhalb weniger Minuten ein, aber nach zwei, drei oder vier Stunden ist Schluss.
Danach kommen meist Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Verursacht durch mangelnde Schlafqualität und Schlafdauer.
In genau diesen Phasen rutschen Dinge nach hinten, die eigentlich wichtig wären: Bewegung, Training, eigene Projekte.
Nicht, weil sie mir egal sind, sondern weil sie sich in dem Moment einfach nicht machbar anfühlen.
Und dieses Problem haben tausende Menschen. Vielleicht hat es bei dir eine andere Ursache, aber die Botschaft dieses Artikels bleibt bestehen.
Kernaussage: Nicht der perfekte Zeitpunkt verändert dein Leben, sondern der Zeitpunkt, den du nutzt.
Warum Vorsätze scheitern, besonders bei unregelmäßigem Alltag
Jedes Jahr nehmen wir uns Dinge vor: mehr Sport, bessere Routinen, endlich ein Projekt starten. Doch Vorsätze scheitern selten am Willen.
Sie scheitern daran, dass wir auf einen besonderen Startpunkt warten: Montag. Neues Jahr. Wenn es ruhiger wird.
Wenn die Schachtel Zigaretten leer ist, höre ich endlich auf damit…
Du belügst dich nur selbst.
Durch den Schichtstress habe ich selbst vieles verschoben, oft genau die Dinge, die mich eigentlich entlastet hätten. Sport. Bewegung. Zeit für mich.
Doch dann kam der Moment, der alles veränderte.
Der Moment, der alles veränderte
Es war eine Nachtschicht wie viele andere. Schon ab 3 Uhr nachts fielen mir die Augen zu. Nach Hause gekommen, beschissen geschlafen, lief ich wie ein Zombie durch die Wohnung.
Seit 2024 habe ich ein Ritual: Jeden Tag lese ich eine Seite aus dem Buch „Jeden Tag einen Schritt
*“ von Hoss und Hopf.
Eine Seite, eine Botschaft, eine Methode. Ich lese sie durch, bearbeite sie, markiere das Wichtigste.
An diesem Tag las ich eine Aufforderung, die mich direkt traf: „Setze genau jetzt, nach dieser Seite, eine Sache um. Auch wenn du keine Lust hast.“
Ich saß auf der Couch. Müde. Ausgelaugt. Null Motivation.
Aber ich stand auf. Zog mich um. Sagte mir: „Nur 1 Minute Bewegung.“
1 Minute wurde zu 2 Minuten. 2 zu 3. Und plötzlich war ich warm. Voll im Modus. Der Widerstand war weg.
Das war nicht der Tag, an dem ich zum Fitness-Freak wurde. Aber es war der Tag, an dem ich verstand: Der Einstieg ist das Problem. Nicht die Aufgabe.
Der Weckruf: Warum ich mich entschieden habe
Was mich wirklich wachgerüttelt hat, waren nicht meine eigenen Probleme. Es waren meine Kollegen.
Ich sah, wie viele Schichtarbeiter mit Krankheiten kämpfen. Wie oft Menschen direkt nach Renteneintritt versterben. Wie dick die meisten sind, weil sie sich ungesund ernähren – nachts Pommes oder Pizza. Keine Bewegung in der Freizeit.
Ich wollte nicht so enden.
Schichtarbeit schlägt sowieso schon stark auf den Körper. Aber ich wollte diesen Zustand minimieren. Reduzieren. Ich wollte fit und gesund sein – nicht perfekt, aber besser als der Durchschnitt.
Mit der Zeit habe ich etwas ganz Wichtiges verstanden: Auch kleine Commitments sind Schritte zu meinem großen Ziel.
Egal, wie groß dein Ziel ist, unterschätze niemals die Kraft eines Jahres mit kontinuierlichen kleinen Schritten.
Fokusfrage: Welchen kleinen Schritt könntest du heute gehen, selbst wenn der Tag alles andere als ideal ist?
Etwas, womit du JETZT anfangen kannst: Eine Seite in einem Buch lesen? 5 Minuten Sport treiben? Kleine Aufgaben direkt erledigen – Stichwort „Aufschieberitis“.
Storytelling: Segeln im echten Wind
Stell dir vor, du sitzt in einem Segelboot und wartest auf perfekten Wind. Nicht zu stark, nicht zu schwach, aus der richtigen Richtung. Dieser Wind kommt selten.
Die Kunst liegt nicht im Warten, sondern darin, die Segel zu setzen und mit dem Wind zu arbeiten, der gerade da ist.
Für mich zeigt sich das im Alltag konkret: Ich sitze auf der Couch und weiß, dass Bewegung mir guttun würde. Doch der innere Schweinehund ist laut, besonders nach anstrengenden Schichten.
Ich habe mir deshalb angewöhnt, mir nichts Großes vorzunehmen. Ich stehe einfach auf und sage mir: „Nur 1 bis 4 Minuten Bewegung.“
In etwa 95 % der Fälle ist genau das der Startschuss. Nicht für perfekte Motivation, sondern fürs Durchziehen.
Merksatz: Der Einstieg ist schwer, nicht die Aufgabe.
Hinterfrage dich auch mal: Was würde dein Zukunfts-Ich sagen, wenn es dich gerade im Moment bewerten müsste?
Bist du da, wo du sein willst? Wieso bist du nicht da, wo du sein willst? Weißt du, dass du etwas ändern musst, machst es aber trotzdem nicht, obwohl es sich nur positiv auswirken würde?
Bewusst starten statt perfekt planen
Egal welchen Rhythmus du hast, es gibt immer eine Möglichkeit anzufangen. Der Schritt muss nur klein genug sein, um ihn auch an schlechten Tagen gehen zu können.
Keine Motivation?
Dann steh auf und geh spazieren. Egal wie das Wetter ist. Glaub mir: Danach geht es dir besser.
Frische Luft, Ruhe und Bewegung wirken oft stärker als jede Motivationstechnik.
Früher hieß für mich „Morgen ist auch noch ein Tag“ oft: zocken, lümmeln, Handy, unproduktiv sein.
Heute bedeutet es etwas anderes: lesen, persönliche Weiterentwicklung, viel Bewegung und der Aufbau von KapitalMind.
Warum kleine Schritte so mächtig sind
Nach einem kleinen Start erlebt dein Gehirn einen Mini-Erfolg. Ein kurzer Dopaminschub signalisiert: „Ich bin in Bewegung. Ich hab’s geschafft. Es war doch nicht so schwer.“
Der Widerstand sinkt. Der nächste Schritt fällt leichter und du ziehst durch. Du bist ein Macher!
So entsteht Momentum – nicht durch große Pläne, sondern durch mikroskopisch kleine Anfänge.
Oder meinst du, Veränderung passiert über Nacht? Da muss ich dich enttäuschen! Es dauert Tage, Monate oder gar Jahre. Aber wenn du durchziehst, verspreche ich dir: Du wirst ein ganz anderes Leben führen.
Mentoren zwischen zwei Deckeln, die dein Leben verändern
Bücher sind für mich Mentoren zwischen zwei Deckeln. Verdichtetes Wissen aus Jahren, jederzeit abrufbar und unabhängig von Uhrzeit oder Energielevel.
Gerade im unregelmäßigen Alltag sind sie ein stabiler Anker. Ein tägliches Ritual, selbst nur wenige Minuten, kann mehr verändern als jede perfekte Planung.
Warum ich KapitalMind gestartet habe
Ich weiß aus meinem eigenen Umfeld: Es gibt viele, die anfangen wollen, aber nicht wissen wie. Sie denken, es ist zu schwer oder es lohnt sich nicht.
Deshalb teile ich hier meine Erkenntnisse.
Ich versuche durch Monatschallenges, mir positive Eigenschaften und Routinen anzueignen, die mir den chaotischen Alltag erleichtern, mich produktiver
und positiver gesinnt machen.
Mein Mindset auf ein nächstes Level heben. Meine körperliche Gesundheit nach vorne bringen. Und dieses Wissen weitergeben.
Ich studiere die besten Bücher
und Experten in einem Gebiet und mache mich selbst zum Versuchskaninchen, um die Ideen auszutesten und zu sehen, ob sie funktionieren.
Wenn ich sie getestet habe und diese mich positiv beeinflusst haben, gebe ich dieses Wissen hier weiter.
Ich bin nicht perfekt. Aber ich weiß, wie ein unregelmäßiger Alltag den Körper und die Psyche belasten kann.
Dein nächster Schritt – JETZT
Wenn du heute nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese:
Mach jetzt Folgendes:
- Wähle ein Ziel, das dich schon länger beschäftigt
- Definiere den kleinstmöglichen ersten Schritt (1-4 Minuten!)
- Steh auf und setze ihn genau JETZT um – ohne Druck, ohne Perfektion
Nicht morgen. Nicht nächste Woche. Jetzt.
Halte diesen kleinen Erfolg fest. Nicht für andere. Für dich. Dabei geht es nur um dich!
Fazit: Akzeptanz schlägt Perfektion
Dranbleiben bedeutet für mich heute nicht mehr, gegen meinen Körper oder meinen Alltag zu kämpfen. Es bedeutet, mich immer wieder selbst herauszufordern.
Mit kleinen Schritten, die mich meinem großen Ziel näherbringen, erreiche ich all meine Ziele. Und du auch.
Nicht perfekt. Nicht jeden Tag gleich. Aber ehrlich, machbar und nachhaltig.
„Die Kraft liegt in den kleinen Schritten.“
Stefan | KapitalMind